So hat FOCUS-MONEY getestet

Welcher Steuerberater ist kompetent?
FOCUS-MONEY hat die TOP-Steuerberater bundesweit auf die Probe gestellt. Worauf es beim Test ankam:

Quelle: FOCUS-MONEY 24/2021 von Martina Simon

Um unter mehr als 100 000 Steuerexperten kompetente Berater zu finden, initiierte FOCUS-MONEY zusammen mit Projektleiter Ulf Hausmann und Betriebsprüfern einen Test. Der wissenschaftliche Leiter Ulf Hausmann stellte zum 16. Mal in Folge in einer empirischen Erhebung die Kompetenz und Spezialisierung von Steuerberatern auf den Prüfstand. Die Experten interessierten sich außer für die Qualifikation der Berater und Mitarbeiter auch für die regelmäßigen Weiterbildungsmaßnahmen. Im FOCUS-MONEY-Test war zudem das Knowhow der Steuerprofis in puncto Spezialisierung und Branchenwissen gefragt. Ebenso wollten die Tester wissen, ob die Berater ihren Mandanten Finanzplanung, Controlling und Kostenrechnung als Instrument der Unternehmenssteuerung anbieten. Wichtig war den Testern zudem die Umsatzentwicklung der letzten Jahre. Punkte wurden auch vergeben, wenn die Kanzlei mit einem ISO-9000-Qualitätssiegel ausgestattet war. Abgefragt und bewertet wurde darüber hinaus die Nutzung digitaler Kommunikationswege. Die Auswertung beruht auf Eigenangaben der Kanzleien.

Zusätzlich zu den Fragen des Projektleiters lieferten Betriebsprüfer noch 24 knifflige Fachfragen zu Steuerdetails.Die Ergebnisse der Fachfragen machen 60 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Die Prüfung der Fachfragen wurde in Zusammenarbeit mit Steuerökonom Professor Kay Blaufus von der Leibniz Universität in Hannover durchgeführt. Bei der Auswertung wurde differenziert, ob es sich um eine kleine, eine mittelgroße oder eine große Kanzlei handelt – ab hängig von der Zahl der Mitarbeiter, die am jeweiligen Standort tätig sind. Klein war die Kanzlei mit bis zu zehn Mitarbeitern, mittelgroß bei elf bis 24 Mitarbeitern, und ab 25 Mitarbeitern galt die Kanzlei als groß. Im Test konnten die Kanzleien eine Gesamtpunktzahl von maximal 66 Punkten erreichen. In Abschnitt I acht Punkte in Teil A „Kanzleistruktur“, fünf in Teil B „Branchenspezialisierung“, zwei in Teil C „Fachspezialisierung“. In Abschnitt II „Fachliche Qualifikation und Fortbildung“ maximal fünf Punkte, sechs Zähler in Abschnitt III „Rechnungswesen und betriebswirtschaftliche Beratung“ und zehn Punkte in Abschnitt IV „Personalführung und Fehler“ sowie sechs in Abschnitt V „Mandanten“. 24 Punkte waren in Abschnitt VI „Fachfragen“ zu holen. Die Daten wurden anonymisiert ausgewertet.

Die Umfrage wurde vom 5. März bis zum 1. April 2021 durchgeführt. Knapp 10 000 Steuerkanzleien wurden per E-Mail angeschrieben. Zudem wurde auf die Umfrage in FOCUS-MONEY sowie auf den Internet-Seiten von FOCUS-MONEY unter www.focus.de/steuerberater hingewiesen. Die Auswertung berücksichtigt nur Kanzleien, die an der Umfrage teilgenommen haben, und ist nicht repräsentativ. Bei der Auswertung wurde von einer Branchen-/Fachspezialisierung ausgegangen, wenn die Kanzlei mindestens 15/10 Prozent ihres Gesamtumsatzes in diesem Bereich erzielte.

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